
Die weltweite Debatte um den Nutzen der Homöopathie hält an. Während der japanische Leibarzt des Kaisers Akihito kürzlich verkündete er hielte die Homöopathie für „absurd“ da sie die Wissenschaft ignoriere, wird in den Niederlanden eine Studie angefertigt, aus der hervor geht, dass das dortige Gesundheitssystem bis zu einem Drittel an Einsparungen erlangt durch den Einsatz alternativer Heilmethoden.
Die deutsche Politik hingegen möchte homöopathische Behandlungen am liebsten ganz aus dem Leistungsumfang der Krankenkassen streichen, allen voran schreitet diesmal die SPD. Auch in Großbritannien ist ein Sturm entfacht, dort wird Homöopathie vom Ärzteverband sogar als Hexerei bezeichnet. Hier wurde sogar die Kampagne 10 hoch 23 ins Leben gerufen, die nicht nur Ärzte daran hindern soll, alternative Behandlungsmethoden einzusetzen. Auch der Kunde soll davor bewahrt werden, sich diesem Hokuspokus auszuliefern, in dem er die homöopathische Mittel nicht mehr in einer Versandapotheke oder auf anderem wege bestellen kann.
Das die Homöopathie eine solche kontroverse, grenzen übergreifende, Diskussion auslöst, liegt wohl hauptsächlich daran, dass bis heute noch kein nennenswerter, wissenschaftlicher Nachweis erbracht werden konnte. Kritiker sprechen vom weltweit größten Placebo Effekt.
In der Bevölkerung genießt die Homöopathie indes ein immer größeres Ansehen. Eine Umfrage von 2009 belegt, dass über die Hälfte der deutschen Bundesbürger bereits Erfahrungen mit homöopathischer Arznei gemacht hätten, wovon lediglich 2 Prozent angaben, dass sie keinerlei Wirkung wahrgenommen hätten.
Die Anerkennung der Homöopathie in der Bevölkerung lässt sich jedoch sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass diese alternative Heilmethode einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt, anders als die konventionell orientierter Medizin. So nehmen sich Ärzte, die eine Zusatzausbildung in Komplementärheilkunde vorzuweisen haben, meistens mehr Zeit für den einzelnen Patienten.
Woran es letztlich liegt, ist nicht nachgewiesen, jedoch hat die niederländische Studie ebenfalls nachgewiesen, dass Patienten, die offen sind für alternative Ansätze in der Medizin, wesentlich länger leben, als jene, die ausschließlich der konventionellen Schulmedizin vertrauen.
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